29. März 20081 Min. LesezeitPolitik

Kuba und Turkmenistan

Was haben Kuba und Turkmenistan gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht so viel, doch meine dass es da bei den Verboten schon eine große Gemeinsamkeit gibt: die jeweiligen Einwohner des Landes werden von ihren Diktatoren eingeschränkt. Die Verbote in Turkmenistan Nyýazow („Führer der Turkmenen“) ließ Theater und Oper verbieten, ebenso das Rauchen in der Öffentlichkeit

Was haben Kuba und Turkmenistan gemeinsam?

Auf den ersten Blick nicht so viel, doch meine dass es da bei den Verboten schon eine große Gemeinsamkeit gibt: die jeweiligen Einwohner des Landes werden von ihren Diktatoren eingeschränkt.

Die Verbote in Turkmenistan

Nyýazow („Führer der Turkmenen“) ließ Theater und Oper verbieten, ebenso das Rauchen in der Öffentlichkeit und die freie Wahl von Studienfächern.

Eines seiner Bücher − die Ruhnama − bestimmte er zur offiziellen Pflichtlektüre für sein Volk.

Überall wurden Statuen von ihm, seinem Vater und seiner Mutter aufgestellt.

In der Hauptstadt entstanden luxuriöse Repräsentationsbauten und großzügige Plätze.

Gleichzeitig reduzierte der Türkmenbaşy, die Sozialausgaben des Staates.

2004 wurden 15.000 Spitalangestellte entlassen und durch Wehrpflichtige ersetzt. Nyýazow plante alle Krankenhäuser im Land zu schließen, bis auf eines in der Hauptstadt.

Anfang 2006 wurden auch die Renten und Behindertenzuschüsse drastisch gekürzt.

In der „Rangliste der Pressefreiheit 2006“ von Reporter ohne Grenzen rangiert Turkmenistan auf dem zweitletzten Platz, vor dem Schlusslicht Nordkorea. Alle inländischen Medien unterstehen der Zensur. Russischsprachige Zeitungen dürfen nicht vertrieben werden. Der einzige Internet-Anbieter ist die staatliche Monopolgesellschaft TurkmenTelekom. Die Verbote in Kuba

Das Internet ist in Kuba nur unter starken Restriktionen und zensiert zugänglich.

Satellitenempfang und der Besitz von Empfangsschüsseln sind in Kuba verboten.

Arbeitnehmerorganisationen außerhalb des staatlichen Gewerkschaftsbundes sind verboten.

Menschenrechtsvereinigungen sind nicht zugelassen.

Nicht staatskonforme Parteien oder Organisationen der Zivilgesellschaft sind illegal. Jetzt kann man lesen, dass Castro am Dienstag das Verbot zum Kauf von Computern, Fernsehern und Videorekordern aufgehoben hat, das bisher für Kubaner galt. Na wie fein, während der Rest der Welt bereits seit Jahrzehnten mit diesen Geräten aufgewachsen ist, können die armen Menschen jetzt erst herausfinden, wie es anderswo aussieht, was andere denken und sich vielleicht bald schon frei äußern.

In Turkmenistan wird das noch länger dauern: die sitzen auf Öl und Gas.

Teilen:

Artikel hilfreich?

Wenn du ähnliche Themen für dein Business strukturieren willst, unterstütze ich dich gerne bei Content-Strategie, SEO und KI-Workflow.

Vorheriger Artikel

MySpass – Comedy Online

Nächster Artikel

Blue Ray

Verwandte Artikel

Politik

Ausgangssperre für Jugendliche in London

Ich weiss nicht, ob es in London so schlimm zu geht, oder die Regierung in England vorhat so zu werden wie in den Werken „1984“ und „V wie Vendetta“, aber derzeit gibt es offensichtlich eine Ausgangssperre für Jugendliche in Central London. Wie man auf boingboing.net lesen kann hat die Polizei das Recht, Jugendliche unter 16

Weiterlesen

Politik

Hilferuf der Universitäten

Wiedereinmal fängt die Regierung an, bei der Zukunft unseres Landes zu sparen. Gerade in Zeiten wo das Geld knapp, aber vorhanden ist, muss man an die Zeiten denken, die vor uns liegen, damit man gestärkt aus der Krise hervorgeht. Aber lies selbst: Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen! Keine zwei Monate nach

Weiterlesen

Politik

Die große Koalition ist da, Gottseidank!

Ich war kein großer Freund der letzten Koalition und wie man an den letzten Wahlen gesehen hat, teilten viele Österreicher diese Meinung mit mir. Seit heute ist die letzte Scheinkoalition Geschichte, offenbar haben sich dieses Mal 2 Parteien zusammengesetzt, die wissen, dass es um die Wurst geht. Noch einmal können sich die beiden ehemaligen österreichischen

Weiterlesen

Politik

VdB geht Glawischnig kommt

Alexander van der Bellen ist nicht mehr der Chef der Grünen – eine ganz besondere Ära geht für mich zu Ende. Reden wir mal nicht von seinen politischen Ansichten, sondern davon, wie er als Politiker agiert hat. Ja, er agierte wie ein Professor, etwas abgehoben, viel zu intelligent, er war mir jedoch immer am liebsten

Weiterlesen